Das Hygienekonzept der Praxis

Um dem Spannungsfeld zwischen der Ausbreitung des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) und dem für die Psychotherapie so wichtigen persönlichen Kontakt gerecht zu werden, wurde ein umfassendes, auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Hygienekonzept erarbeitet, um Sie und mich vor einer potentiellen Ansteckung bestmöglich zu schützen. Dabei stehen vor allem mit möglichen Keimen belastete Aerosole (Schwebeteilchen in der Luft) sowie mögliche Kontaktflächen im Fokus.

1. Reine Bestellpraxis – ohne Wartezeit

Ein Termin bei mir als Psychotherapeut ist anders organisiert als bei anderen Fachärzten: Es gibt ein mit Ihnen im Vorfeld vereinbartes, exklusiv für Sie reserviertes Zeitfenster von 50 Minuten. Bei meiner Praxis handelt es sich um eine reine Bestellpraxis – ohne Wartezeit, auch wenn ein Wartezimmer vorhanden ist. Voraussetzung dafür ist, dass Sie möglichst pünktlich zu Ihrem Termin erscheinen.

Verkürzen Sie Ihren Aufenthalt in der Praxis so weit wie möglich und kommen Sie möglichst pünktlich zu Ihrem Termin. Vermeiden Sie so unnötige Aufenthaltszeit im Wartezimmer und vermeiden Kontakt mit anderen, möglicherweise infizierten Personen. Da es sich grundsätzlich um Einzeltermine handelt, ist der Aufenthalt von Begleitpersonen während Ihres Termins in der Praxis nicht möglich.

2. Ein ausgereiftes Lüftungskonzept, inkl. zusätzlicher Heizung

a) Die räumlichen Gegebenheiten erlauben ein intensives Stoßlüften der gesamten Praxisräumlichkeiten. Die bodentiefe Fensterfront jedes Behandlungsraums verfügt über zwei große Türen zum Lüften. Dadurch entsteht ein Durchzug, der möglichst viel Raumluft in sehr kurzer Zeit austauscht.

b) Längere Pausen zum Stoßlüften zwischen den Sitzungen. Typischerweise betragen Pausen zwischen psychotherapeutischen Sitzungen mit Sitzungsbeginn zur vollen Stunde lediglich zehn Minuten.

In meiner Praxis beträgt die Zeit zwischen den Sitzungen 20 bis 40 Minuten, sodass ausreichend Zeit und Gelegenheit zur Lüftung der gesamten Praxisräumlichkeiten besteht.

c) Keine Sorge: Bei kalten Temperaturen wärmen Heizdecken die Behandlungssessel vor. Zusätzlich gibt es einen Hochleistungsheizlüfter, um den Behandlungsraum in der Pause nach dem Lüften wieder angenehm aufzuwärmen.

3. Regelmäßige Reinigung und Desinfektion

Alle üblichen Kontaktflächen wie die Türklingel, Türgriffe oder Lichtschalter werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Sowohl der Stuhl an der Anmeldung als auch der Therapiesessel sind bewusst aus abwischbaren Materialien, welche eine Reinigung und Desinfektion nach jedem Gebrauch ermöglichen.

So wie ich sollten auch Sie Ihre Hände vor Beginn der Behandlung waschen und/oder desinfizieren.

4. Abstand zwischen den Behandlungssesseln

Der Abstand zwischen den Behandlungssesseln übertrifft mit gut 2,5 m die sonst üblichen Abstandsempfehlungen um 0,5 bis 1 Meter. Um den steigenden Infektionszahlen im Herbst und Winter zu begegnen, wurde eine zusätzliche Scheibe zwischen den Behandlungssesseln aufgestellt.

5. Plexiglasscheibe an der Anmeldung und zwischen den Behandlungssesseln

Im Anmeldungsbereich wird die Versichertenkarte eingelesen sowie im Rahmen der psychotherapeutischen Sprechstunde die schriftliche Rückmeldung der diagnostischen Einschätzung und der sich daraus ergebenden Behandlungsempfehlung besprochen. Da hier ein Mindestabstand nicht gut einhaltbar ist, sorgt eine Plexiglasscheibe für mehr Sicherheit. 

6. Luftreinigung und -entkeimung mittels eines iCovir UVC Luftreinigers

Während der Sitzungen läuft ein sogenannter iCovir UVC Luftreiniger. Dieser Luft-Entkeimer kann mit Viren behaftete Aerosole deutlich reduzieren, auch solche die das Coronavirus (SARS-CoV-2) übertragen, sowie Bakterien, Schimmelpilze oder Keime. Die Luftreinigung erfolgt dabei unauffällig und ohne Beeinträchtigung Ihrer Gesundheit. Bei iCovir handelt es sich um ein sicheres, geschlossenes System, bei welchem weder Ozon noch UVC-Strahlen nach außen abgegeben werden. Die Desinfektion der Raumluft geschieht im Innern des Geräts, geschützt durch ein massives Metallgehäuse. iCovir ist während des Betriebs absolut ungefährlich für anwesende Personen. Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.icovir.com/

7. Einmalhandtücher

Auch wenn Einmalhandtücher meinem persönlichen ökologischen Verständnis von Nachhaltigkeit entgegenstehen, ermöglichen diese eine hygienischere Handtrocknung als Händetrockner (https://drive.google.com/file/d/1BieOlxuJrpM0lmdOnPBK6BvFfqn2axTT/view).

8. Verzicht auf ein sogenanntes Ausfall- oder Bereitstellungshonorar im Krankheitsfall

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verdienen ihr Geld mit der professionellen Behandlung von Menschen mit psychischen Leiden und Erkrankung. Damit eine Leistung wie die Psychotherapie gegenüber den Kostenträgern, in der Regel den Krankenkassen, abgerechnet werden kann, muss eine entsprechende Leistung erbracht werden. Bei ausgefallenen, nicht wahrgenommenen oder zu kurzfristig abgesagten Sitzungen bleibt ein Psychotherapeut zunächst auf den anfallenden Kosten sitzen und hat einen Verdienstausfall zu verzeichnen.

Daher ist es üblich, ein sogenanntes Ausfall- oder Bereitstellungshonorar mit Ihnen als Patient zu vereinbaren, um die wechselseitige Verbindlichkeit und die entsprechende Ernsthaftigkeit zum Ausdruck zu bringen.

In Zeiten einer Pandemie sollten Sie sich bei leichten Erkältungssymptomen nicht zwischen Geld und Gesundheit entscheiden müssen, weshalb Sie bei Erkältungssymptomen auch kurzfristig die Sitzung absagen können, ohne dass ein Ausfall- oder Bereitstellungshonorar fällig wird. Alternativ zu einer Absage ist die Durchführung einer Videosprechstunde möglich.

9. Möglichkeit zur Videosprechstunde

Ärzte und Psychotherapeuten können gegenwärtig unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. Selbstverständlich können Sie als Patient meiner Praxis auf dieses zusätzliche Angebot zurückgreifen. Voraussetzung dafür sind ein Computer mit einer Webcam, ein Smartphone oder ein Tablet sowie ein Internetzugang.

Machen Sie mit!

So wie ich als Ihr Psychotherapeut können auch Sie persönlich Ihren Beitrag zur Begrenzung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie dem Coronavirus (SARS-CoV-2) leisten.

Beachten Sie die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

  1. Abstand halten
  2. Hygiene beachten, d.h. regelmäßig Hände waschen und desinfizieren
  3. Alltagsmasken tragen

Darüber hinaus empfiehlt es sich, folgende ergänzende Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Verwenden Sie die Corona-Warn-App für Ihr Smartphone.
  2. Lassen Sie sich gegen Grippe impfen. 
  3. Reduzieren Sie die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln auf ein notwendiges Minimum.
  4. Vermeiden Sie größere Veranstaltungen oder Menschenansammlungen und beschränken persönliche Kontakte auf ein notwendiges Minimum.
  5. Die Anwendung bestimmter Mundspülungen kann kurzfristig die Infektiosität senken (https://doi.org/10.1093/infdis/jiaa471).